auf meiner Futtertour hat sich ein neuer Patient eingefunden.


Man kann es wegen des dichten Fells nicht sehen, aber der ansonsten sicher bildschöne Rüde ist knochendürr. Er ist sehr menschenbezogen und nachdem er sich hier tatsächlich "niedergelassen" hat, kam von Chef Wilfried natürlich sofort das okay für die notwendige Kastration und eine dringend notwendige Blutuntersuchung auf Mittelmeerkrankheiten.
Auf dem Weg zum Doc nahm ich noch einen Hund von Wilfried mit und der staunte nicht schlecht, als er meinen "Neuzugang" sah. Unser Hundeflüsterer kannte den Rüden bereits aus dem Dorf. Er hatte früher einen Besitzer und durfte im Garten leben. Als sich seine Krankheit zu zeigen begann und der arme Hund immer dünner wurde, hat man ihn einfach auf die Straße gesetzt.
Wilfried hatte ihn dann schon an diversen Stellen gefüttert und gesichtet, doch offensichtlich konnte der arme Kerl nirgends so richtig "Pfote" fassen. Nun ist er in meiner Gegend gelandet und ein umkastrierter und zudem kranker Rüde hat es gerade hier nicht leicht.

Also ging es zu Doc Talat in die Klinik. Trotz seines mageren Zustandes waren die Ärzte einverstanden ihn zu kastrieren. Natürlich haben wir auch die notwendige Blutabnahme vornehmen lassen.



Immerhin gibt es einen kleinen Lichtblick. Die süße Lindsey (Patenhündin von Petra und ihrer Mum) ist inzwischen lieber umgezogen und lebt nun bei mir am Haus im Dogport. Ihr war es zu langweilig in ihrem eigenen Reich und sie tobt lieber hier den ganzen Tag mit den anderen Hunden.
So konnte ich Django in diesen Garten setzen. Zu seinem Schutz ist er jetzt dort eingesperrt und das Tor geschlossen. Es besteht zwar die Möglichkeit, dass Besucher oder Makler (das Haus steht zum Verkauf) ihn dort entwischen lassen, aber ich habe die Hoffnung, dass er sich dort eingewöhnt und wir ihn nach Erhalt der Ergebnisse dort vernünftig behandeln können und er nicht wieder auf Wanderschaft geht.
Es wäre dem armen Kerl zu wünschen, dass er sich dort heimisch fühlen kann und zumindest erstmal wieder zu Kräften kommt.
Obwohl die Narkose ihn sehr mitgenommen hat und die Ärzte eine schwere Anämie sofort diagnostizieren konnten, ging es ihm am Abend wieder soweit gut.

Er hat einen gesunden Appetit und ich muss sagen, dass ich ihn für eine echte Schönheit halte. Wenn wir ihn dort eine zeitlang einsperren können und sein Testosteron-Spiegel sinkt, dürfte es ihm auch später in meiner Gegend leichter fallen.
Also bitte die Daumen drücken!








