Bevor ich Euch von unserer wunderbaren Besi berichten kann, möchte ich erzählen wie und warum ich einen neuen Weggefährten gesucht habe.
Wir hatten bis Anfang April 3 Hunde in unserer Familie,Bella, Sam und Neiva. Bella ist im August 2005 in unserem Schlafzimmer geboren, Sam und Neiva haben Lisa und ich 2012 aus Spanien selbst abgeholt. Neiva war damals 2 Jahre und mein Sam war gerade 1/2 Jahr jung.
Letztes Jahr im Oktober haben wir bei meiner Bella Diabetes festgestellt. Nach einer gewissen Zeit hatten wir die Werte dann sehr gut in den Griff bekommen und ich war voller Hoffnung.
Doch ich glaube wir haben es einfach zu spät festgestellt, denn Bella wurde zusehends weniger und leider auch blind. Nun konnte ich nur noch mit Leine und ganz dicht bei ihr raus gehen, da sie Angst hatte vor den Geräuschen. Ende Februar kam dann die nächste Hiobsbotschaft, mein Sam
hatte ein Ganzkörperlymphom ohne Aussicht auf Heilung. Nun überschlugen sich die Ereignisse.
Bella wurde auch im Haus orientierungslos und lief überall gegen, ich war dann bei jedem Schritt den sie machte an ihrer Seite um sie zu führen. Sam war auch immer bei Bella um auf sie aufzupassen. In der Nacht vom 11 auf den 12.04. habe ich die ganze Nacht an ihrer Seite gesessen, sie wollte schlafen, konnte aber nicht. Es war so schlimm für mich, weil ich ihr nicht helfen konnte. Ich konnte nur da sein. Am 12.04. ist Bella nicht mehr alleine aufgestanden. Ich habe sie runter getragen und bin mit ihr in den garten gegangen, aber sie konnte nicht mehr. Ich habe dann bei unserer Tierärztin angerufen und Sie ist dann am Abend zu uns gekommen. Bis dahin habe ich mich zu Bella gelegt. Es waren die intensivsten Stunden die ich je mit einem Hund erleben durfte. Bella ich danke dir dafür.
Bella ist am Abend in meinem Arm eingeschlafen. Sam war auch bei ihr.
Als wir Bella dann im Garten beerdigt haben, hat Sam sich auf den Platz gelegt, wo unsere Bella eingeschlafen ist. Er wollte dort nicht mehr weg. Von Mittwoch bis Sonntag konnte ich Sam dann doch dazu bewegen wenigstens mit mir in den Garten zu gehen. Am Sonntag waren seine Lymphe so sehr angeschwollen, dass er mir fast erstickt wäre. Ich bin im Affentempo zu unserer Tierärztin gefahren und habe Kortison für Sam geholt. Es dauerte noch mehrere Stunden bis er sich erholt hatte. Nun hieß es für uns Sam regelmäßig Kortison zu geben.
Doch das war nicht mehr mein lebensfroher verspielter Sam. Sam hat so sehr um seine Bella getrauert, das es mir das Herz gebrochen hat.
Sein Gesundheitszustand und sein Gemüt haben sich so sehr verschlechtert, das er am 21.04. in meinem Arm eingeschlafen ist.
Bella, Sam ihr werdet immer in meinem Herzen verweilen.
ALLE UNTER EINEM HIMMEL
Ich bin in ein so großes Loch gefallen. Was mache ich jetzt nur ohne Hund? Alleine spazieren gehen, 3X am Tag? Leere in mir und im Haus.
Nach einigen Tagen habe ich dann im Internet nach Hunden gesucht und habe Besi gesehen. Aber ich wollte doch erst hier vor Ort in den Tierheimen schauen. Als ich mit meiner Schwester in Göttingen im Tierheim war, rief unsere große Tochter an und sagte ich solle sofort nachhause kommen. Sie und Papi hätten meinen Hund gefunden.
Ja so war es auch. Es war Besi. Ich rief sofort bei Kerstin an und sagte Ihr, dass ich mich ins Auto setzte, egal wie weit es ist und Besi abhole. Da erfuhr ich dann das Besi noch in der Türkei bei Wilfried und Ayhan ist.
So bin ich am 25.04. dann in die Türkei geflogen.
Wilfried und Ayhan waren mir sofort wie alte Freunde. Vielen Dank ihr zwei wunderbaren Jungs. Bei euch sein zu dürfen war Balsam für meine Seele und mein gebrochenes Herz.
Dort habe ich noch einmal gelernt, was es heißt sich um Tiere zu kümmern und alle Tiere zu lieben. Nicht nur die, die man im Haus hat.
Als ich Besi das erste mal gesehen habe, habe ich sofort verliebt. Sie ist mein Hund.
Wieder Zuhause angekommen hatte ich nicht viel Zeit das Erlebte zu verarbeiten, denn es hieß Koffer packen, Hänger beladen und ab 14 Tage in den Urlaub nach Dänemark.
Wir fahren immer nach Dänemark, weil wir dann unsere Hunde mitnehmen können. Familienurlaub heißt bei uns mit allen Familienmitgliedern.
Besi weicht mir auch heute noch nicht von der Seite. Bis gestern habe ich sie beim Spazieren gehen immer an der Leine gehabt( sie hat einen ausgeprägten Jagdsinn ). Doch gestern waren wir (Lisa mit ihrem Freund und ihrer Hündin Neiva) eine ganz große Runde bei uns auf der Weper spazieren und Lisa meinte ich solle mal versuchen wie stark mein Band schon zu Besi ist und sie von der Leine machen.
Was soll ich euch sagen, ich bin so glücklich. Denn auch dort hat sie gehört wenn ich sie gerufen habe und hat auf mich geachtet.
Mit diesem wunderbaren Erlebnis möchte ich jetzt erst einmal schließen.
Aber seid gewiss ich werde weiter von uns berichten.
Vielen DANK liebe Kerstin, Wilfried und Ayhan.










und vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht.




