Liebe Tanja, lieber Volker,
da nehme ich doch Eure nette Vorstellung gleich zum Anlass, Euch noch einige Fotos vom Februar
von der süßen Maus zu schicken. Tina hat ja alle Hunde immerzu geknuddelt und Leni hat es sowas
von genossen
Die letzten Tage und Stunden werden dann ja immer sehr lang, bis Ihr sie endlich in Eure Arme
schließen könnt.
Ihr seid zu beneiden, bekommt Ihr doch so eine traumhafte Hündin, die rundherum nur goldig und
lieb ist und wunderhübsch dazu mit ihren geschminkten Augen.
Ich freue mich sehr, daß ich ihre Patentante sein konnte, als sie und Enya noch auf der Straße
lebten, habe ich um die Kleinen gebangt, war dann sehr glücklich, daß Wilfried sie in Sicherheit
gebracht hat.
Nun darf Leni auch in ein schönes Zuhause, das habe ich mir so sehr gewünscht und Kerstin hat mal
wieder die richtige Familie gefunden.
Unsere Leni ist aber trotzdem ein Seestern, auch wenn sie nicht in meinen Norden kommt, damit verhält
es sich nämlich so:
Es war einmal ein alter Mann, der jeden Morgen einen Spaziergang am Meeresstrand machte.
Eines Tages sah er einen kleinen Jungen, der vorsichtig etwas aufhob und ins Meer warf. Er rief: "Guten Morgen. was machst du da?" Der Junge richtete sich auf und antwortete: "Ich werfe Seesterne ins Meer zurück. Es ist Ebbe und die Sonne brennt herunter. Wenn ich es nicht tue, dann sterben sie."
"Aber, junger Mann", erwiderte der alte Mann, "ist dir eigentlich klar, dass hier Kilometer um Kilometer Strand ist. Und überall liegen Seesterne. Du kannst unmöglich alle retten, das macht doch keinen Sinn."
Der Junge hörte höflich zu, bückte sich, nahm einen anderen Seestern auf und warf ihn lächelnd ins Meer. "Aber für diesen macht es einen Unterschied !"
Nach der Erzählung "The Star Thrower" von Loren Eiseley (1969)
Ich freue mich, daß Leni ein Seesternchen wurde und bei euch ein Zuhause findet und wünsche Euch ein langes glückliches Leben mit ihr.
Liebe Grüße aus dem Norden
Julia