Liebe Tierfreunde,
hier kommt der schon lange überfällige Bericht zu dem privaten Tierheim. Es hat sich einiges getan und wie ihr ja selber sehen konntet, war der Spendenticker - Dank eurer tollen Hilfe - ein echter Erfolg für die hungernden Tiere. Wir waren dieses Wochenende wieder vor Ort und haben weitere 30 Futtersäcke abgeliefert und nach dem Rechten geschaut. Natürlich haben wir auch gleich die Fütterung übernommen und dass ist bei der Masse der Tiere eine echte Aufgabe. Da das Futter ja möglichst lange halten soll, muss mit Bedacht und auch etwas sparsam gefüttert werden. Schließlich wollen wir und die anderen Tierschützer die hungrigen Mäuler ja noch weitere 3 Monate durchbringen. Tierfreundin Ursula war mit ihrem Freund ebenfalls vor Ort und hat zusätzlich viele Spenden für die Katzen aus ihrem Privatbestand mitgebracht. So konnten wir uns aufteilen. Sie übernahmen die Katzenversorgung und säuberte so gut wie möglich deren Raum und wir konnten durch die zahlreichen Hundegehege marschieren und füttern.
Aber nun erstmal etwas zum aktuellen Sachstand. Zwischenzeitlich ist auch die große Tierschutzorganisation PETA "im Boot" und leistet unter anderem auch finanzielle Unterstützung. Die Stadt hat mittlerweile zugesichert, in der Nähe von Duaci ein riesiges Gelände zur Verfügung zu stellen. Das soll entsprechend eingezäunt und mit einer Fütterungsmaschine bestückt werden. Dort könnte dann ein Großteil der Tiere (natürlich nur kastriert) untergebracht werden und von den Amtsveterinären versorgt werden. Natürlich müssen noch viele Dinge (wie zum Beispiel die Kontrolle des Bestandes) noch geklärt werden. Für die Katzen wurde der Privatmann gebeten, einen Kostenvoranschlag für den Ausbau eines gescheiten Katzenhauses (auf dem von ihn angemieteten Gelände) beizubringen und natürlich müssten auch die Gehege der dort verbleibenden Hunde verbessert werden. Es ist ein großes Projekt, aber gemeinsam ist es zu schaffen. Die Idee mit dem großen Freilaufgelände kommt den Tieren wirklich zu Gute, da sie zur Zeit ja in völlig überfüllten Gehegen leben und keinerlei Rückzugsmöglichkeiten haben. Natürlich müssen auch Unterstände und ähnliches erbaut werden. Die derzeitigen 2 Tierheime in Antalya können die Tiere nicht zusätzlich aufnehmen, viele kennen sich mit dem Straßenleben gar nicht aus und man kann sie ja nun nicht einfach wieder alle irgendwo aussetzen. Dazu kommen auch ein paar kranke Tiere, die ärztlich betreut werden müssen. Das Ziel ist, bis zu einem etwaigen Umzug die Tiere durchzubekommen. Auch möchte der Betreiber der Anlage gerne die Zulassung als städtisch gefördertes Tierheim erhalten, dafür muss aber in jedem Fall die Anzahl reduziert und die Haltung verbessert werden.
Der Mann meint es wirklich nicht böse und investiert sein gesamtes Geld in seine Tierliebe. Da Dr. Fatih selber auch arbeitet und mittlerweile schon schwer verschuldet ist, hat er nur einen Mann zur Verfügung. Der wohnt in extrem einfachen Verhältnissen ebenfalls auf dem Gelände und ist Kostgänger bei Dr. Fatihs Schwester Fatma. Für diese Kost und Logis ist es seine Aufgabe die Tiere zu versorgen und die Anlagen sauber zu halten. Das ist aber bei rund 270 Tieren nicht wirklich zu schaffen.
Hier Bilder vom letzten Besuch:
Futter ausgeladen und los gehts:
Auf dem Bild stehen rechts Ursula und ihr Begleiter. Ganz links sieht man den jungen Mann, der dort alles machen soll und die Frau daneben ist die Schwester des Arztes, die ihn versorgt:
So viele Tiere auf viel zu engem Raum:
Wenigstens mal ein bisschen sprechen und stricheln zwischendurch. Ayhan hat auch dafür noch Zeit:
In einem extra Zimmer eine Mama mit noch sehr jungen Welpen:
Gehege und darin weitere Verschläge:
Es gibt sehr viel trauriges zu sehen:
Tierfreundin Ursula und ihr Freund mit vielen Schätzen für das Katzenzimmer:
So sieht es im Katzenzimmer aus (nachdem Ursula durch war):
Und schaut mal welche Schönheiten man hier entdecken kann:
All diese Bilder können die tatsächlichen Zustände natürlich nicht wiedergeben, aber vermitteln hoffentlich wenigstens einen Eindruck wie dringend die Hilfe hier tatsächlich gebraucht wird.
Deshalb nochmals vielen lieben Dank für die tolle Unterstützung, die diesen armen Tiere nun wenigstens eine Minimumversorgung gewährleistet. Ohne all die lieben Tierfreunde wäre es nicht möglich
