Anne ist über die Regenbogenbrücke gegangen...

...hier sind Straßentiere willkommen
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Elke Teyze
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Registriert: So 1. Mai 2016, 16:09

Anne ist über die Regenbogenbrücke gegangen...

#1 Beitrag von Elke Teyze »

Immer wieder gehört es auch zum Tierschutz, die letzte Entscheidung zu treffen und einem Tier somit vermeidbare Qualen zu ersparen. Aber es sind die schlimmsten Momente bei der Arbeit hier vor Ort.

Vor einigen Tage musste Anne erlöst werden. Ich betreute die Hündin ungefähr 3 Jahre auf der Straße. Und es hat lange gedauert aus der anfänglich sehr scheuen Hündin, eine Freundin zu machen. Anne bekam den Namen (türkisch für Mutter), weil sie damals mit einem Baby hier auftauchte. Ihre Tochter hat es in ein Zuhause nach Deutschland geschafft und Anne wurde natürlich kastriert.Es war schön zu sehen, wie die Hündin Vertrauen gewann und dann Menschen an sich heran liess. Wenn ich zum Füttern kam, sprang sie mir bellend und voller Freude entgegen und im letzten Herbst bekam sie von uns eine Hütte an ihren Platz gestellt, der ihr ganzer Stolz war. Doch das Leben auf der Straße hat seinen Tribut gefordert. Sie magerte ab und begann plötzlich zu taumeln und wirkte desorientiert. Ich habe natürlich den Tierarzt kommen lassen. Er vermutete bei der ersten Begutachtung einen Schlaganfall und nahm sie mit in die Klinik. Die Untersuchungen ergaben jedoch Staupe, was für einen älteren Straßenhund eher ungewöhnlich ist. Hunde mit dieser Krankheit sind kaum zu retten und da es bereits ihr Hirn geschädigt hat, blieb nur der Gang über die Regenbogenbrücke...

Anne steht für das harte Leben der Straßentiere bei uns. Wir versuchen es Ihnen so erträglich wie möglich zu machen und sie sollen nicht namenlos und ungenannt sterben. Ich werde mich stets an sie erinnern und hoffe, dass sie durch unsere Hilfe (Futter, Hütte, streichelnde Hände und auch das Erlösen) zumindest gespürt hat, dass sie den Menschen nicht völlig egal war!

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Traurige Grüße aus Antalya
Elke
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