Auf seiner täglichen Futterrunde fiel Wilfried ein Rüde mit großem Abszess am Kopf auf. Der ganze Kopf war zugeschwollen, aber leider liess sich der Rüde nicht einfangen. Das ist immer das Schlimmste. Wir möchten helfen, aber manchmal haben wir keine Chance. Nachdem Wilfried versucht hatte ihn zu bekommen, war der arme Kerl erstmal für 3 Tage verschwunden und als er dann wieder auftauchte, fand Wilfried ihn in ganz schlimmen Zustand.
Der Abszess war unkontrolliert geplatzt. Ein großes Loch am Hals des Hundes und noch immer strömte der Eiter nur so heraus...
Seit Tagen hatte er nicht gefressen, hohes Fieber und befindet sich insgesamt in einem fürchterlichem Zustand. Immerhin konnte er nun eingeladen werden und ich konnte ihn sofort zum Arzt bringen.
Auch die Ärzte konnten nur noch den Kopf schütteln und seine Chancen stehen nicht gut.



Bei jeder Bewegung des Kopfes lief weiter Eiter aus der großen Wunde:

Zuerst also erstmal die Wunde entsprechend entleeren:

Der arme Kerl hat alles nur noch über sich ergehen lassen:

Eine Narkose war nicht möglich, also musste er alles mit lediglich leichter Sedierung ertragen.

Die ausgerissenen Wundränder mussten sauber geschnitten werden und die Wunde wurde immer wieder mit Jod gespült:


Man kann das große Loch nicht zunähen, da neuer Eiter ungehindert abfliessen können muss. Er bekommt jetzt täglich hochgradig Antibiotika gespritzt und Wilfried muss die Wunde 3x täglich spülen.

Die Wunde allein würde mit der Zeit wohl abheilen, doch höchstwahrscheinlich hat er auch noch eine Mittelmeerkrankheit und leidet an Blutarmut. Auf Grund der großen Wunde und der diesbezüglichen Behandlung kann jetzt aber nicht noch zusätzlich gegen eine Mittelmeerkrankheit behandelt werden. Das würde der Hund in seinem schwachen Gesamtzustand nicht verkraften. Deshalb können wir jetzt nur hoffen und versuchen ihn erstmal durch diese Behandlung zu bekommen.
Immerhin säuft er genügend, aber Fressen will er kaum. Wilfried versucht alles. Manchmal nimmt er etwas rohes Hühnerfleisch, aber es ist wirklich schwer, wenn er die Nahrungsaufnahme dermassen ablehnt. Doch ihr kennt ja Wilfried. Der lässt nichts unversucht und wir hoffen, dass der arme Kerl durchkommt, aber die Chancen stehen leider nicht gut. Also bitte liebe Tierfreunde: Alle ganz feste die Daumen drücken!



















