Hallo zusammen!
So, nun mal ein kleiner Bericht aus Aryas neuem Zuhause!
Zunächst mal war es unglaublich schön, Irmi, Durmus und ihr Wirken live kennen zu lernen. Meine Freundin und ich wurden sehr herzlich bei den beiden aufgenommen, und mit genauso viel Herz werden die Babies dort umsorgt und großgezogen. Gelebte Tierliebe!
Als ich Arya zum ersten Mal traf, war sie ein zufriedener, auffallend gut gepflegter und freundlicher Hund. Wir hatten gleich einen Draht zueinander, es war wie gesucht und gefunden! Ich war so happy, dass ich diese tolle Hündin mit nach Hause nehmen durfte!
In Deutschland angekommen, hat das Mäuschen erstmal den Boden unter den Füßen verloren. Irmi weg, ihre Geschwister weg, alles so anders... Sie hatte große Angst. Vor eigentlich allem. In diesem Moment hat es sich bewährt, dass wir uns schon vor der großen Reise kennen gelernt hatten - Arya hat sich von Anfang an an mir orientiert und mir vertraut.
Vor Angst konnte sie sich ca eine Woche nicht draußen lösen. Nach ewigem Aufhalten machte sie in den Wintergarten, es gefiel ihr selber nicht, aber sie konnte ja noch nicht ahnen dass draußen keine Monster lauern...

ich habe einfach abgewartet und ihr immer wieder eine ruhige Ecke im Garten angeboten. Eines Tages hat sie dort hin gemacht und fortan nie wieder ins Haus!
Unsere beiden Katzen hat sie zunächst gejagt. Ich musste gut beobachten und habe jeden Jagdansatz von ihr abgebrochen, gleichzeitig groß gelobt wenn sie ruhig blieb. Einige Zeit später hat sie Kloppe von beiden Katzen bekommen, jetzt sind die Fronten endgültig geklärt
Vor unserem 2jährigen Kind hatte sie sehr große Angst. Auch hier habe ich jede Sekunde beobachtet, dass unser Kind sie nicht bedrängt und ob Arya Angstaggression zeigt. Zu meiner großen Erleichterung tut sie das bisher nie - auch in brenzligen Situationen ohne sofortigen Fluchtweg ist sie nicht aggressiv. Inzwischen ist es schon viel besser geworden, sie hat sich von anderen, Kinderverrückten Hunden einges abgeschaut und hat auch gemerkt, dass sie vor unserem Kind nichts zu befürchten hat.
An der Leine geht sie perfekt. Irmi hatte schon mit ihr trainiert, es hat sich gelohnt

Anfangs klebte Arya noch an meinem Bein und hatte Panik vor Autos, aber auch hier hat sie irgendwann gemerkt: Frauchen bleibt cool, also isses wohl nicht so wild!
Ich bin total fasziniert, wie schnell Arya sich entwickelt hat. Ich hatte mich eigentlich auf einen wesentlich längeren Weg der Eingewöhnung und viel größere "Baustellen" eingerichtet, aber da hab ich die Rechnung wohl ohne meinen Hund gemacht

Sie möchte sich unglaublich gerne hier einfügen und beobachtet sehr gut. Ihre Ängstlichkeit wird wahrscheinlich nie ganz verschwinden und in stressmomenten wieder durchkommen, weil es einfach ihr Wesen ist. Aber mir geht das Herz auf vor Freude wenn ich sehe, wie sie Tag für Tag sicherer wird und endlich wieder Unfug im Kopf hat (sie ist ja schließlich ein Teenager!). Ich bin überglücklich, dass sie unser Hund ist, und ich weiß gar nicht wie ich es so lange ohne sie ausgehalten habe

Irgendwie war sie wohl für mich bestimmt und ich für sie

Danke an alle, die Arya und mich rund um unser Zusammentreffen begleitet und unterstützt haben!
Viele Grüße
Katharina