So wie es aussieht, wird sie ein richtiger Rettungshund! Ist das nicht toll?
"Hallo,
hier ein kleiner Zwischenbericht von Emmy
Emmy (ehemals Winni, *03/12) lebt seit Anfang Februar bei mir, also fünf Monate bereits.
Sie ist wirklich ein Schatz, der es faustdick hinter den Ohren hat. Ein richtiger Junghund eben…
Damit man sich vorstellen kann, wie Emmy bei mir so lebt, hier mal unser Tagesablauf:
Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag: 6 Uhr aufstehen und eine kleine Gassirunde zum Lösen, danach gibt`s Futter und die Hunde kuscheln sich wieder ins Bett zum Weiterschlafen. Mittags komme ich von der Arbeit heim und es geht eine große Runde spazieren mit verschiedenen Trainingseinheiten, danach sind die Hunde meist wieder platt und schlafen ein bisschen. Nachmittags ist meine Mutter (die im gleichen Haus wohnt) zu Hause und die Hunde sind jetzt im Sommer mit ihr den ganzen Nachmittag in unserem riesigen Garten. Abends wenn ich heim komme von der Arbeit wird gekuschelt und gespielt und eine kleine Runde Gassi gegangen.
Mittwochs ist Hundetag: Da treffen wir uns meist mit Freunden und gehen viel Spazieren oder machen Dummytraining. Abends ist Rettungshundetraining und Emmy hat viel Spaß dabei.
Samstag und Sonntag ebenfalls Hundetage: Samstag ist nochmal Rettungshundetraining und Hundespaß angesagt, Sonntags werden je nach Laune Wanderungen oder Gassirunden gemacht. Außerdem sind wir oft übers Wochenende unterwegs auf diversen Hundeseminaren (z.T. halte ich selbst welche, z.T. nehme ich mit meinen Hunden teil).
Emmy hat sich super eingelebt und ist auf dem besten Weg ein Rettungshund zu werden. Mit meiner Ersthündin Easy hatte ich seit Emmy bei uns ist schon mehrere Einsätze, bei denen Emmy natürlich immer dabei ist (wenn auch (noch) nicht zum Suchen). Wenn Easy mit ihrer Suche fertig ist, darf Emmy zum Einsatztreffpunkt um sich als künftiger Rettungshund an alles zu gewöhnen. Allerdings wäre das gar nicht nötig, da Emmy ein dermaßen umweltsicherer Hund ist, dass sich meine Easy hier wohl eine Scheibe abschneiden könnte. Feuerwehrautos mit Blaulicht – absolut kein Problem. Feuerwehrmänner in Uniform mit Helm – absolut kein Problem, diese werden wie alle Menschen freudigst begrüßt. So einen Hund findet mal selten! Selbst das Abseilen, was viele Hunde beängstigend finden, findet Emmy ganz okay. Emmy ist immer und überall mit Freude dabei und es macht Spaß zuzusehen wie sich Emmy freut, wenn sie wieder etwas Neues kennengelernt hat... Bei Vorführungen unserer Staffel ist sie der Streichelhund, der sich gerne von allen anfassen lässt und sich richtig an die Knie der fremden Menschen drückt, dass sie ja auf keinen Fall zu streicheln aufhören. Zu Kindern ist sie absolut lieb und nimmt sich in ihrem Temperament auch ein bisschen zurück.
Damit man sich vorstellen kann, was Emmy in der Rettungshundstaffel eigentlich macht, mal eine kurze Beschreibung von Mantrailing:
Beim Mantrailing wird eine Person gesucht. Damit der Hund weiß, welche Person, bekommt der Hund am Start einen Geruchsartikel von der verschwundenen Person (z.B. ein T-Shirt). Jetzt kann der Hund (der an Geschirr und Leine geführt wird) starten und geht der Spur der Person nach. Andere Personen auf dem Weg werden ignoriert, da der Hund beim Mantrailing eine bestimmte Person sucht (nämlich die, von der der Geruchsartikel zu Beginn war). Am Ende angekommen, zeigt der Hund die gefundene Person durch Hinsetzen an.
Die Ausbildung zum Personenspürhund (Mantrailer) dauert ca. 2 Jahre und ist sehr aufwendig, aber alle Hunde finden es super toll, so auch Emmy Trainiert wird dazu zweimal die Woche in der Rettungshundestaffel Johanniter Regensburg.
Das frei laufen lassen war einige Zeit ein Problem, da sie – von der Leine gelassen – einfach durchgestartet ist und in großer Entfernung an einem Mausloch Halt gemacht hat und ich sie dort wieder holen musste. Viele Leckerchen und Trainingseinheiten später genießt Emmy nun ihren Freilauf und hört super! Sie entfernt sich nicht mehr als 50 Meter von mir und kommt auf Zuruf zurück, um ihr Leckerchen ab zu holen. Wie es mit dem Jagdverhalten aussieht kann ich (noch) nicht beurteilen, da wir bis jetzt noch kein Kaninchen oder Reh getroffen haben. Von frischen Spuren lässt sie sich aber abpfeifen, von Mäuselöchern mittlerweile auch.
Sie ist verträglich mit allen Hunden, die Hundewiese bei uns in der Nähe findet sie super toll! Katzen findet sie super genial, jagt sie nicht auf der Straße, würde aber gerne mit ihnen spielen. Unser Kater Lenny findet sie ein bisschen zu wild, lässt sich mittlerweile aber auch bis zu einem gewissen Grad von Emmy putzen. Emmy reagiert sehr schnell und akzeptiert es auch wenn Lenny nicht mehr mag, sie geht dann. Und unser Kater schmeichelt sich schon um ihre Beine zum Schmusen…
Mit Easy klappt es immer besser, Emmy ist eben ein wilder Junghund und für meine „doch manchmal etwas empfindliche“ Zwergpinscherdame Easy doch manchmal etwas zu wild. In der Wohnung können beide super schön und stundenlang spielen, Emmy legt sich auf den Rücken oder die Seite und beide kugeln auf der Couch herum und schlafen dann entspannt nebeneinander ein. Draußen klappt es allerdings nicht so gut. Emmy findet manchmal ihre Bremse nicht, rempelt Easy an, so dass Easy draußen gar nicht mit Emmy spielen will, außer Emmy liegt am Boden, dann geht es ganz gut. Aber Rennspiele gehen einfach nicht. Allerdings lässt sich Emmy gut abrufen, so dass es ganz gut händelbar ist. Wir treffen uns aber regelmäßig mit großen Hunden, so dass Emmy auch hier auf ihre Kosten kommt. Allerdings haben wir einen kleinen Trick gefunden, denn wenn Emmy Spielzeug im Maul hat, dann können beide auch zusammen laufen und rennen und spielen und das ganz entspannt. Wenn es also draußen wieder zu wild wird, dann rufe ich Emmy zu mir, gebe ihr ein Spielzeug ins Maul und Easy jagd Emmy durch den Garten und anders rum, sie haben dabei riesigen Spaß
Easy und Emmy waren vor einer Woche das erste Mal getrennt. Easy war mit meiner Schwester einen ganzen Tag wandern und Emmy verbrachte den ganzen Tag mit mir. Am Abend als Easy zurückkam, war ich (zu meinem Erstaunen) total uninteressant für Easy, Emmy wurde sofort gesucht und herzlichst begrüßt, dann erst ich… Die zwei sind schon ein tolles Team geworden.
Unser Überwinterungsgast der Igel wurde auch von Emmy ohne Probleme akzeptiert, v.a. weil das Futter so gut schmeckte…
Sie frisst wirklich alles, was es in der Erziehung recht einfach macht Zu Fressen bekommen meine Hunde BARF also Rohfütterung und manchmal (wenn ich keine Zeit habe oder wir unterwegs sind) hochwertiges Trockenfutter.
Ende Juni waren wir ein verlängertes Wochenende in Bonnland (bei Hammelburg), in einem Trainingsgelände der Bundeswehr zum Training mit der Rettungshundestaffel. Drei Tage lang ging es nur um die Hunde und Training. Übernachtet wurde mit den Hunden im Zelt. Für Emmy war das ein tolles Erlebnis, den ganzen Tag mit der Nase arbeiten und am Ende Menschen finden, die tolle Leckerchen dabei haben. Abends am Lagerfeuer sind dann alle Hunde völlig müde und zufrieden eingeschlafen. Easy (und mein verstorbener Rüde) waren immer mit Begeisterung dabei und haben sich schon immer gefreut, wenn ich das Zelt eingepackt habe, ich denke das wird bei Emmy auch bald so sein…
Autofahren war anfangs nicht so ganz ihr Ding, sie wollte oft nicht einsteigen. Mittlerweile springt sie freudig in jedes Auto und fährt überall mit hin, auch längere Strecken sind kein Problem, sie schläft dann oder kaut an ihrem Kauknochen…
Schlafen tut sie (wo auch sonst…) – im Bett
Sachen kaputt kauen tut sie nur noch selten, ab und an muss ich einen Schuh gegen ein Leckerchen tauschen, aber nur noch selten.
Am Futterneid arbeiten wir noch, ich wollte sie erstmal richtig ankommen lassen. Sie verteidigt Kauknochen gegenüber mir, anfangs auch Spielzeug, aber das war schnell kein Thema mehr, da wir die Spielsachen immer gegen Leckerchen oder anderes Spielzeug getauscht haben. Mittlerweile kann ich zu Emmy gehen und sie streicheln, wenn sie eine Kaustange frisst, ohne dass sie angespannt reagiert. Wir bleiben auf jeden Fall dran und ich mache mir keine Sorgen, dass es nicht bald Geschichte ist, denn sie lernt super schnell.
Das Dummytraining macht ihr ebenfalls großen Spaß und sie apportiert freudig alle Dummys die ich irgendwo auslege. Auch brav warten, wenn ich Easy zu einem Dummy schicke, ist absolut kein Problem. Sie ist wirklich eine total super Maus!
Mitte Juni hatten wir ein zweitägiges Dummyseminar mit einer tollen Trainerin und das ist wirklich ihr Ding, sie kann schon die Grundlagen, wie Apportieren, den Stoppfiff, rechts und links und Herankommen mit dem Dummy.
So, mehr fällt mir im Moment nicht ein, außer dass sie ein super toller Schatz ist und ich so froh bin, sie genommen zu haben, einen besseren Zweithund zu Easy gibt es glaub ich nicht "






























