Heute muss ich euch die traurige Nachricht bringen, dass unsere süße Enya gestern um 18:47 Uhr ihre letzte Reise über die Regenbogenbrücke angetreten hat. Wir sind sehr traurig, sie fehlt uns. Wir sind sehr dankbar für die schöne Zeit mit ihr.
Enya hatte eine Autoimmunerkrankung, die ihre roten Blutkörperchen zerstört hat. Schon im vergangenen Sommer sah es sehr schlecht aus, aber unter Cortison wurde es besser. Sie hatte sich immer wieder aufgerappelt. In den letzten Wochen wurde Enya immer schwächer, konnte nicht mehr richtig aufstehen, hatte keine Lust zum Spaziergang und ab Dienstag Essen und Trinken verweigert. Gestern früh brachten wir sie in die Klinik. Dort hatten die Tierärzte versucht, ihren schlechten Zustand zu verbessern.
Ich habe behutsam die Kinder auf ein mögliche Ende von Enyas Leben vorbereitet, natürlich auch mit der Hoffnung, dass alles doch wieder gut wird.
Mit Siegfried bin ich dann in die Klinik gefahren um sie abzuholen. Als ich ins Behandlungszimmer kam lag sie und war fast gar nicht mehr in der Lage, ihren Kopf zu heben. Das Gespräch mit dem Tierarzt war anstrengend und erlösend zugleich. Ich habe beschlossen, sie zuhause gehen zu lassen und sie so mitzunehmen. Die Flexüle ließ der Tierarzt vorerst drin, damit sie nicht erneut eine Spritze bekommen musste. Siegfried hat sie dann ins Auto getragen, dort hatten wir ihr Bettchen bereit gelegt, damit die Autofahrt nach Hause für sie angenehm war. Enya fuhr leidenschaftlich gern Auto und wir haben sie im letzten Jahr nur äußerst selten allein gelassen und wenn, dann nur kurz.
Zuhause angekommen, schauten wir in die hoffnungsvollen Augen unserer Kinder und waren nun in der verantwortungsvollen Pflicht, ihnen zu sagen, dass Enya ind der nächsten Stunde sterben wird. Sie und wir weinten und wir brachten Enya mit ihrem Bettchen in die Stube und haben sie gestreichelt und gekuschelt. Wir haben die verbleibende Zeit bis zum Eintreffen der Tierärztin genutzt um bei ihr zu sein.
Eine halbe Stunde später kam sie dann und wir haben uns um Enya gesetzt, sie weiter gestreichelt und gekuschelt und die Tierärztin hat über die verbliebene Flexüle zuerst das Narkosemittel und dann das Mittel, welches zum Herzstillstand führt, verabreicht. Sie ist ganz friedlich eingeschlafen. Unsere Enya hat gespürt, dass wir sie immer bei uns behalten werden, in unseren Herzen und in unseren Gedanken. Sie hat die vorangegangenen Tage bestimmt auch Schmerzen gehabt, aber Enya hat gewartet, bis wir bereit waren, ihr ihre letzte Reise zu ermöglichen. Sie hat für uns durchgehalten. Von selbst wäre sie bestimmt schon ein paar Tage früher gegangen.
Wir haben sie, als der Tod eingetreten ist, das Fenster geöffnet, um ihrer Seele den Weg frei zu geben. Den ganzen Abend und auch heute noch liegt sie in ihrem Bettchen und wir sind bei ihr, weinen, schauen sie an und streicheln sie. Wir werden ihr heute eine Beerdigung bei uns im Garten bereiten, sie zu Grabe tragen und wundervolle Blumen drauf setzen. Es ist so hart für uns. Sie fehlt uns.
Traurige Grüße von Nicole mit Wieland, Ferdinand und Dietrich und ihrer großen Liebe Siegfried