Nala - mein Leben mit Schwester Sina!

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KerstinH
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Registriert: So 17. Feb 2013, 20:14

Nala - mein Leben mit Schwester Sina!

#1 Beitrag von KerstinH »

Hallo zusammen,

schon vor einigen Wochen ist Julia zu Wilfried geflogen, um zu ihrer Nala noch Schwesterchen Sina abzuholen :ja :ja :ja .

Wilfried hatte berichtet: viewtopic.php?f=19&t=3320&p=29209&hilit ... cht#p29209

Nun hat uns Julia (eigentlich Nala ;) ;) einen wirklich wunderschöne Geschichte geschrieben, zu den ersten Wochen mit beiden Hundemädels :D.

Bitte nehmt euch Zeit, es ist so nett und lustig geschrieben, ich hätte noch Stunden weiterlesen können und meine Tochter mit ihren 6 Jahren wollte
noch mehr davon :ja :ja :danke Julia :D

Nala :puppy :puppy

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Sina (nun Dorle) :puppy :puppy

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Hallo liebe Zwei- und Vierbeiner!

Ich "Nala" bin bereits im Januar nach Deutschland gekommen, aber das habt ihr ja bestimmt schon gelesen. Anfangs war die Umstellung nicht ganz leicht für mich, und nicht selten habe ich an die tolle Zeit in Wilfrieds Rudel, meine Freunde und vor allem an meine Schwester gedacht. Auf der anderen Seite habe ich schnell die Vorteile vom Einzelhund-Dasein zu schätzen gelernt (die beiden Menschen waren auch relativ leicht zu erziehen), vor den anderen Hunden hier in der Nachbarschaft hatte ich aber meist große Angst oder habe sie einfach doof gefunden. Irgendwann haben mich die zwei Menschen dann gefragt, ob wir nicht auch meine Zwillingsschwester zu uns holen wollen...

Natürlich gibt es auch unter uns Hunden welche, die sich allein zwei oder sogar noch mehr Menschen halten können, aber nicht jeder hat die Nerven dazu. Damit will ich nicht sagen, dass ich an zwei besonders anstrengende Exemplare geraten bin, aber eine Verstärkung zu bekommen, klang durchaus verlockend. Also ist Julia zu Wilfried und Ayhan geflogen und hat meine Zwillingsschwester Dorle abgeholt.

Als wir uns nach über zwei Monaten wiedergesehen haben, haben wir uns sofort erkannt (das haben die Menschen nicht erwartet, aber manchmal sind sie einfach etwas einfach, so gern ich sie auch mag) und waren ganz aus dem Häuschen! In den ersten Tagen haben ich Dorle ziemlich ans Händchen genommen und ihr alles gezeigt, was wichtig ist (so voll einen auf souveränen Ersthund gemacht:-)), aber sie hat sich auch super revanchiert.
Jetzt dürft ihr nicht lachen, aber ich habe mich immer nicht getraut, die Treppe nach oben zu laufen, sodass Kim, also der Ersatz-Papa, noch mit mir im Wohnzimmer geschlafen hat. Dorle hat die Treppe sofort als nicht gefährlich eingestuft und trotz meiner Warnungen erklommen und mir dann gezeigt, wie das geht. Ich bin dann den ganzen Tag hoch- und runtergeflitzt und war mächtig stolz!

Anfangs konnte ich Dorle auch noch total gut veräppeln, da habe ich zum Beispiel immer, wenn ich mein Essen aufgegessen hatte und sie noch was im Napf hatte, gebellt, weil dann ist sie wie von einer Tarantel gestochen zur Tür gerannt und ich konnte mich um ihre Reste kümmern. Leider klappt das nicht mehr...

Ich finde ja, jeder sollte eine kleine Schwester haben! Es ist viel lustiger, seit Dorle da ist, denn wenn (!) sie mal läuft und mit mir tobt, ist das deutlich besser. Die beiden Menschen haben sich zwar auch immer viel Mühe gegeben, aber sie sind einfach nicht die Schnellsten und raufen konnte ich mich mit ihnen auch nicht so richtig. Ich glaube nicht, dass sie das noch lernen.

Dorle und ich verstehen uns meist super gut, aber manchmal streiten wir uns auch und balgen uns. Konfliktpunkte wären: Wer liegt wo, wer nimmt welches Spielzeug, wer begrüßt zuerst die Menschen (da drängelt sie sich immer total vor und wimmert wie der sterbende Schwan, extrem nervig!). Ansonsten: ein Herz und eine Seele. Meistens.

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Manchmal zweifele ich allerdings an der genetischen Verwandtschaft, aber diese Frage kann uns wohl nur unsere Mama Marlene beantworten. Es ist nämlich so, dass Dorle so ganz anders ist als ich, hier mal ein paar Beweise:

Während ich eigentlich immer renne, liegt Dorle oder sinkt zu Boden. Ehrlich wahr, ich dachte erst, sie hat dauerhaft Schwächeanfälle, denn sobald ein bekannter Mensch (fremde findet sie anfangs (auch) immer doof) in ihrer Nähe ist, fällt sie um und reckt ihren Kugelbauch in die Luft. Ich bin gespannt, wie lange ihr Fell das Dauerstreicheln noch aushält!? Ob sie in Wirklichkeit von Kuschelmonstern abstammt?

Ich trage ja mit Stolz den Spitznamen "Eisbär", was meiner Leidenschaft für Schnee, Eis und Fische geschuldet ist. In unserem Gartenteich leb(t)en ganz viele Fische und so manchen habe ich bereits erbeutet und Schwimmen ist einfach mein Ding. Dorle hasst nasse Füße und kann keine Mahlzeit organisieren (außer, sie klaut mal wieder was von den Küchenschränken), sie stupst bestenfalls Kellerasseln und Ameisen auf der Terrasse an.

Dorle ist sehr mäkelig (die Menschen sagen "empfindsam"), bei 18 Grad friert sie, bei 19 ist ihr zu heiß. Ich liebe Kälte, Wärme und vor allem Wasser!

Ich bin eher ein Freigeist und kann wunderbar so tun, als würde ich das Rufen der Menschlein nicht hören (voll lustig, wenn das klingt, als ob ne Schallplatte einen Sprung hätte). Dorle rennt immer sofort wie eine Bescheuerte zu denen (die Schleimerin!)

Sie hasst es, sich schmutzig zu machen und tänzelt gekonnt um jede Pfütze und die Idee, sich mal in irgendwas Wohlriechendem zu wälzen, kommt ihr gar nicht in den Sinn. Von kulinarischen Kostproben mal ganz abgesehen! Ich dagegen...

Sie ist durch und durch Prinzessin! Wenn es nach ihr ginge, würde sie stundenlang gebürstet werden (finde ich doof) und sie lässt sich jeden Abend die Füße eincremen, weil die so rau sind (finde ich saudoof). Ihr größtes Ärgernis: Das Leinen-Halsband-Set in rosa habe ich bekommen, sie hat nur ein blaues. Ich bin gespannt, wann sie anfängt sich zu schminken oder sich heimlich bei Germanys next Topmodel anmeldet! Im Geheimen träumt sie schon jetzt davon, in ein Königshaus einzuheiraten.

Ich bin ja wirklich sportlich und mir ist kein Spaziergang lang genug. Dorle setzt sich schon mal hin (und will getragen werden, aber das verstehen die Menschen nicht), steuert zielsicher jede (!) Bank im Wald an und sogar die Menschen haben schon die Anschaffung eines Bollerwagens in Erwägung gezogen, denn spätestens ab Kilometer 10 zeigen sich bei meiner Schwester ernsthafte Ermüdungserscheinungen. Ich springe über Hindernisse, sie klettert (oder purzelt ähnlich ungeschickt wie die Neu-Eltern... hoffentlich sieht es keiner, denke ich dann immer).

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Ich esse alle Leckerchen, Dorle vergräbt mindestens 30%. Gut für mich, weil ich sie immer finde.

Ich habe mir ja anfangs immer Bücher aus dem Regal genommen und dabei die Klassiker der Weltliteratur bevorzugt. Dorle hat sich ein einziges Mal ein Buch genommen und das war "Harry Potter"! Ihr sehr, Potenzial für einen literarischen Zirkel mit mir hat sie nicht...

Dorles Jagdtrieb tendiert gen Null! Ich sehe es schon kommen, sie wird die Rehe und Hasen zum Spielen einladen. Und da sie bis jetzt noch nicht kapiert hat, dass Fahrradfahrern hinterherzuspringen ist, sehe ich schwarz, das gibt nichts mehr...

Nicht, dass ihr mich jetzt falsch einschätzt, ich laufe wirklich nicht grimmig durch die Welt, aber ich verfüge über eine gewisse Bandbreite an Emotionen. Dorle ist zu 99% einfach nur saugut drauf und läuft dauergrinsend durch die Welt. Wie macht sie das nur??? Eigentlich findet sie alles toll und lustig. Das kann anstrengend sein!

Was mich wirklich traurig macht: Mit den ganzen Nachbarskatzen hatte ich ein tiptop Verhältnis aufgebaut, mit dem einen Kater lag ich immer kuschelnd im Körbchen und habe neben ihm gefressen. Dorle hat so oft einen auf (ganz) dicke Hose gemacht, dass "meine" Katzen gar nicht mehr zu uns kommen. Vielleicht wünsche ich mir zu Weihnachten lieber gleich ein Pony?!

Dorle hinterlässt zuweilen hinter sich eine Schleimspur, die so breit ist wie die Autobahn! Denn dass man ordentlich kläffen muss, wenn hier wer vorbeigeht, hatte sie erst (klar, von mir) gelernt. Und dann hat sie gemerkt, dass das nicht immer soooooo gut ankommt (Menschen können aber auch geräuschempfindlich sein...). Jetzt macht sie immer einen auf liebes Mädchen, solange sie in Sichtweite ist, um gibt oben im Garten richtig Gas. Bzw. gibt Lärm. Und wer kriegt den Ärger? Ihr dürft drei Mal raten!

Es gibt aber auch Ähnlichkeiten zwischen uns:
Wir beide machen unsere Menschen sehr, sehr glücklich! Manchmal fragen sie, wie unsere Mama Marlene es mit uns ausgehalten hat, aber das muss man so verstehen: Wie konnte sie nur so viel Glück ertragen?!?

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In diesem Sinne wünsche ich euch alles Liebe und Gute!
Eure Nala
rosii lips
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Re: Nala - mein Leben mit Schwester Sina!

#2 Beitrag von rosii lips »

soooooo toll geschrieben....diese herzerwärmende geschichte kan man wirklich mehrmals lesen :ja :ja

den süßen prinzessinen und ihrer lieben familie

alles gute und weiterhin viel spaß und freude :wink :wink :wink
Wilfried
Beiträge: 5769
Registriert: Do 30. Jun 2011, 11:48

Re: Nala - mein Leben mit Schwester Sina!

#3 Beitrag von Wilfried »

:puppy :puppy :puppy :puppy :puppy :puppy

julia hat es möglich gemacht das die beiden zueinander gefunden haben, die beiden ergänzen sich und lernen von einander

die beiden schwestern sind so unterschiedlich das ist das schöne,

danke julia
Liebe Grüsse Wilfried
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Jamila
Beiträge: 4164
Registriert: Sa 1. Feb 2014, 12:50

Re: Nala - mein Leben mit Schwester Sina!

#4 Beitrag von Jamila »

Liebe Nala,

an der Dir ist eine Romanschreiberin verloren gegangen :flower :flower

Du hast Dein Leben und das Deiner Schwester superschön beschrieben, ich könnte sie jeden Tag lesen :flower :flower

:danke dafür :1knuddel

Liebe Julia,

:danke dass die beiden Mädels bei euch ein Körbchen gefunden haben, einfach ein Hundeparadies :flower :flower

Ich hoffe auf weitere Geschichten und Fotos, das ist Balsam für die Seele :knuffel
Gruß

Vera + die Miezis (Felipe, Xenon, Kiri, Claudie, Nemo Joschi Bienlein und Venus auf dem Sofa und den Regenbogengängern im Herzen)


Die Augen einer Katze sind Spiegel, durch die nur wenige Auserwählte einen
Blick in das Reich der Feen tun können.
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