gestern ging es für 3 unserer Schützlinge auf große Fahrt in die Klinik von Tierarzt Borak Pelenk nach Avsallar. Auch Ayhan war diesmal mit von der Partie und schaut mal wie entspannt Jonny die Hinfahrt genossen hat:

JONNY
Jonny war auch der erste Kandidat für die Untersuchung, nachdem er das Untersuchungszimmer erstmal genau untersucht hatte.



Der hübsche Rüde mit dem markanten blauen Auge hat eine alte Verletzung und musste somit entsprechend geröntgt und begutachtet werden.

Um Jonny spätere Probleme zu ersparen musste operiert werden.

Es hatte sich im Hüftbereich durch einen alten Bruch ein unschönes Bild ergeben, so dass ein Lauf ungefähr 2 cm zu kurz stand. Also musste die Hüftschale von Bindegewebe und kleinem Knochensplitter ausgeräumt werden und der Oberschenkel gerichtet werden. Nun heißt es erstmal 6 Wochen Schonung und die nächsten Tage eine Halskrause für den lieben Rüden, damit er dann wieder schmerzfrei mit den anderen toben kann und mit gerichteter Hüfte auf ein Zuhause in Deutschland hoffen kann. Er bekommt in den nächsten Tagen auch ein Schmerzmittel von Wilfried, um es ihm etwas leichter zu machen.
Nach dem Eingriff wurde er weich gebettet und bei unserer Rückkehr, saß das tapfere Kerlchen schon wieder und freute sich Wilfried wieder zu sehen.

MEMPHIS
Der kleine Kerl wurde wegen seiner Augen vorgestellt. Nachdem wir eine Mittelmeererkrankung bereits ausschließen konnten, er aber eine Trübung auf beiden Augen aufwies die auch durch Antibiotiksalbe nicht gebessert werden konnte, sollte sich der Tierarzt Memphis anschauen.


Blutabnahme für ein detailliertes Blutbild:

Die Diagnose war jedoch überraschen positiv. Seine Blutwerte waren alle in Ordnung und er kann sehr gut sehen. Der erfahrene Tierarzt diagnostizierte Hornhautödeme, bedingt durch eine abgeklungene Entzündung. Dabei war der Tränenabfluss nicht vollständig gewährleistet, so dass sich die Ödeme gebildet haben. Es muss nicht weiter behandelt werden. Memphis hat keine Schmerzen und keine Beeinträchtigung. Durch das gute Blutbild und die bereits ausgeschlossene Mittelmeererkrankung können wir einfach abwarten ob der Grauschleier sich verflüchtigt. Sollten die Augen leicht getrübt bleiben, behindert es den lieben kleinen Kerl zumindest nicht.
Da er aber nun schonmal bei Tierarzt war, haben wir ihn dafür auch gleich kastrieren lassen. Auch Memphis geht es prima und er durfte nach dem langen Tag direkt wieder zu seinen Freunden ins Gehege.
STEVIE
Unser Überraschungskandidat war am gestrigen Tag Stevie. Entgegen der Vermutung von Doc Talat musste das Auge nicht entfernt werden. Die gründliche Untersuch von Doc Borak brachte ein seltenes und auch für uns noch sehr überraschendes Ergebnis.


Stevie hat einen genetischen Geburtsfehler und besass ein leicht verkümmertes 2. Augenlied, das an diesem Auge nach innen gewachsen war.
Durch die an diesem mutierten Augenlied vorhandenen Wimpern wurde das Auge permanent gereizt. Auf diesen Bildern kann man es sehr gut erkennen:


Die Lösung für sein Problem war einfach, wenn man einen so erfahrenen und guten Operateur wie Borak Pelenk hat. Das überflüssige und dabei störende Augenlied wurde entfernt.

Hier der Übeltäter nach der Entfernung:

Das Auge von Stevie wird sich jetzt vollständig erholen können. Da nichts vernäht wurde kann es in den nächsten Tagen noch etwas aus dieser Wunde bluten, doch es wird schnell heilen und dann ist Stevie endlich beschwerdefrei und es freut uns, dass wir ihm durch diese Operation den bisheriges (seit der Geburt bestehenden!) Schmerzgrund nehmen konnten, sein Auge erhalten bleibt und er bald völlig beschwerdefrei durchs Leben laufen darf. Die für diesen Eingriff notwendige Narkose wurde zeitgleich genutzt, um den Rüden auch gleich zu kastrieren.
Es war ein ereignisreicher, aber auch erfolgreicher Tag. Wir danken Doc Borak für die tolle Arbeit und euch Allen, dass wieder einmal 3 Fellnasen geholfen werden konnte!
Und während der Tierarzt sein Bestes im OP gegeben hat, durften Ayhan und ich einen frisch gepressten Orangen-/Granatapfelsaft in einem nahegelegen Café genießen, bevor es mit den lieben Patienten wieder auf die lange Heimreise ging...


In diesem Sinne Vier- und Zweibeiner haben viel erlebt...


























