Staunen kann man nur, was die Straßentiere hier teilweise ohne korrekte medizinische Versorgung überleben können. Watson hat einen Teil seinen Beines eindeutig durch stumpfe Gewaltanwendung verloren. Was genau geschehen ist, wird für immer unklar bleiben. Jedoch wurde dabei sogar der Unterschenkel zur Hälfte durchtrennt.
Also ging es für Watson an die große Operation. Ich durfte den Eingriff verfolgen und war erstaunt, wie aufwändig diese Operation im einzelnen ist.
Als Laie kann ich es nur in der Kurzfassung schildern. Zuerst wird vollständig die oberste Hautschicht rundherum aufgeschnitten, dann arbeitet sich der Arzt langsam und mit hohem Aufwand durch das Gewebe, durchtrennt die diversen Muskeln und muss die verschiedenen Blutgefäße kautarisieren (=Verschweißen). Erst dann wird der dann völlig freigelegte Oberschenkel aus der Pfanne gelöst, welche dann auch noch ausgeschabt werden muss. Die riesige Wunde muss dann gut vernäht werden, wobei der Operateur im Vorfeld bedenken muss, dass genügend Haut und Gewebe zur Verfügung stehen, um die große Öffnung vernünftig und spannungsfrei wieder schließen zu können.
Ein sehr großer Eingriff und ich habe (wegen meines Computer-Problems) die entsprechenden Fotos an Kerstin weitergeleitet, die diese dann hier noch einstellen wird. Sofern sie sämtliche Bilder einstellt, betrachtet diese bitte nur, wenn ihr sicher seid, dass ihr derartiges sehen könnt
Wir möchten euch halt zeigen was genau hier vor Ort gemacht wird und vollständig berichten. Denkt bitte daran, dass dieser Eingriff Watson künftig das Leben erleichtern wird und er die Operation sehr gut überstanden hat. Er wurde übrigens auch gleich kastriert, damit er nicht in ein paar Wochen erneut in eine Narkose gelegt werden muss.















