es ist so viel passiert, dass ich gar nicht weiß, was ich schreiben soll.
Wir fangen am Besten kurz von vorne an.
Wie unser Goldschatz bei Wilfried untergekommen ist, wisst ihr ja schon.
Als dieser Schatz mich gefunden hatte, wusste ich ganz genau, er gehört zu uns.
Wir waren gar nicht auf der Suche nach einem Hundefreund und so nahm alles seinen Lauf.
Am 1.1. sollte er dann zu uns kommen aber die Umstände wollten es, dass ich selbst nach Antalya fliege, um den Goldschatz abzuholen.
Also stieg ich am 1.1. in den Flieger Richtung Süden und wurde herzlich empfangen. Sowohl von Wilfried und Ayhan als auch von unserem Goldschatz, der nun Dario heißt.
Montag ging es zum Amtsveterinär, also Autofahren. Ins Auto wollte er dann doch nicht so recht aber sobald die Vorderpfoten drin waren, kam der Rest auch gut hinterher.
Im Auto schaute er immer interessiert nach draußen.

So vergingen die Tage in Antalya ganz schnell und die Heimreise stand an.
Am Flughafen in Antalya haben wir Dario aus der Box genommen, damit wir diese gigantische Box auf den Gepäckwagen transportieren konnten.
Das hat er alles wunderbar gemeistert. Er lief artig an der Leine mit und hätte am liebsten alle Passanten einmal abgeschlabbert.
Dann ging es wieder in die Box und ich musste mich verabschieden.
Zurück in Deutschland war es so schön als die Tür bei der Sperrgepäckausgabe aufging und die Boxen mit Arik und Dario dastanden.
Dario durfte auch schon wieder aus der Box raus und wurde erstmal geknuddelt.
Trotz des Fluges lief er wieder artig an der Leine durch den Flughafen.
Wir wurden herzlich von Gaby und Herrchen Alex empfangen
Auf dem Weg zum Auto (Herrchen hatte im 1. Stock geparkt) kam schon das erste Hindernis. Treppen laufen.
Die ersten Stufen gingen gut aber dann dachte sich Dario "Nö, also Treppen finde ich doof. Ich leg mich dann mal hin."
Und schwupps lag der Hund mitten im Weg und es war auch kein vorbeikommen möglich, er nahm mit seinen langen Beinen die ganze Plattform ein.
Ein netter Passant und Hundebesitzer zeigte den etwas verwirrten und auch etwas hilflosen Frauchen und Herrchen, wie man am Besten mit der Situation umgehe und hob Dario nach oben.
Die Dame mit der er unterwegs war hatte auch ein Leckerlie zur Hand, welches Dario auch mit Freuden annahm.
Die 2 Stunden Fahrt nach Hause wurden auch still und interessiert überstanden und zu Hause angekommen gingen wir noch eine kurze Runde an die Weser.
Wir wohnen im 1. Stock also hieß es wieder: Treppen laufen.
"Denkste dir wohl. Treppen laufen find ich immer noch blöd." Kein Vorankommen, Dario lag auf dem Boden, den Kopf auf den Pfoten.
So verbrachte erdie erste Nacht im neuen Zuhause im warmen Hausflur.
Am nächsten Morgen, der erste Tag im neuen Heim,
Wieder zu Hause im bekannten Hausflur.
Treppe laufen war immer noch blöd also war Herrchen gefragt den ca. 35kg Dario nach oben zu tragen.
Fand er auch nicht besonders witzig aber da musste er nun durch.
Dario lernte nun auch unsere beiden Samtpfoten Tony und Loki kennen.
Das hat den Dario gar nicht interessiert, er nahm die Katzen einfach zur Kenntnis.
Loki freute sich und war sehr neugierig über den neuen Familienzuwachs, als dann die neue Nase zu nah kam, gabs auch eine klare Ansage über den einzuhaltenden Mindestabstand


Seinen Platz hat Dario sofort als den seinen akzeptiert. Gibt es etwas zum Kauen oder spielen geht es sofort auf sein Kissen und wird in Sicherheit gebracht.
Auch die Decke, die im Auto lag wurde plötzlich zum Platz gezogen und gebunkert. Leider habe ich von diesem zu goldigen Anblick kein Foto.
Aber ein Körbchen allein reicht natürlich nicht, es muss auch nicht immer passend sein. Wenn man sich einkuscheln kann, reicht es doch.
So wurde kurzerhand das Katzenkörbchen zum Hundekörbchen.
Die Miezen haben es eh nie benutzt.





Treppe rauf und runter, das ist immer noch ein Problem. Wir haben fieberhaft überlegt, wie wir Dario Rücken- und Hundeschonend rauf und runterkriegen.
Transportbox, Seilzug, Schlitten, Rampe.... und und und.
Also haben wir erstmal die Stufen mit Stufenmatten verkleidet, dass er einen besseren Halt hat.
Und Abhilfe schafft ein Handtuch mit dem wir ihn unter die Hüften leicht anheben können.
Heute dann der Durchbruch. Mit Geschirr und Handtuch als Hilfsmittel konnten wir Dario auf die ersten Stufen setzen und so ging es heute morgen langsam die Treppen runter. Das hat er so toll gemacht! Und fast ganz allein.
Wir sind so stolz
Nach dem Spaziergang mussten wir natürlich wieder hoch. Und unter Anfeuerung und Leckerchen vor der Nase und Herrchen der Dario sicher führt und auf die ersten Stufen setzte, ging Dario dann etwas wackelig aber doch zielstrebig nach oben.
Und heute ist erst der dritte Tag.
Das Zusammenleben mit Hund und Katz funktioniert ebenfalls wunderbar.
Nur beim Fressen müssen wir aufpassen, Dario wollte schon Loki vom Leckerchen vertreiben, da gab's erstmal einen lauten Rüffel vom Herrchen. So geht es dann auch nicht.
Das Sofa wollte er auch schon in Beschlag nehmen. Ein "Runter" und gut war es. Wir haben uns schließlich auf einen Kompromiss geeinigt.


Dario ist einfach fantastisch und toll und wir lieben ihn jetzt schon.
Wir genießen die Zeit, die wir zusammen haben. In den ersten drei Tagen ist so viel passiert und es warten noch viele tolle Abenteuer auf uns und ich hoffe ich habe die Kamera immer griffbereit, damit wir euch auf dem Laufenden halten können.
Es grüßen euch ganz lieb
Alex und Anna mit Tony, Loki und Dario
