wie ich gestern schon kurz berichtet hatte, haben mein Mann Hector und ich eine Mama mit ihren Welpen sowie zwei andere Welpen bei Irmi und Durmus untergebracht.
Anfang August berichtete uns eine Bekannte, dass in der "Pascha-Bar" am Strand von Gündogdu eine kleine Hündin sieben Welpen zur Welt gebracht hatte. Diese "Bar" ist eine offene Bretterbude und die Welpchen lagen auf dem nackten Boden unter den Tischen verteilt.


Deshalb wurden wir gefragt, ob wir nicht ein Plätzchen wüssten, wo die kleine Familie unterkommen kann. Irmi hatte zu diesem Zeitpunkt ein Gehege frei, und es wurde schnell so hergerichtet, dass Mama und Welpen einziehen konnten.
Doch als am nächsten Tag eine Bekannte unserer Bekannten die Familie abholen wollte, weigerte sich der Barbesitzer, sie herauszurücken. Er hatte bemerkt, dass die Welpchen Kundschaft anzogen, Kinder schleppten ihre Eltern dort hin zum Welpen-Gucken, -Streicheln und -Spielen. Ohne Rücksicht darauf, dass die Welpen, die erst wenige Tage alt waren, Ruhe brauchten. Leider konnten wir nichts tun und mussten die Familie ihrem Schicksal überlassen. Auch den Papa, einen kleinen schwarzen Pudel, bekamen wir nicht.
Im September war unsere Bekannte vor Ort und schickte uns zwei Fotos. Alle Welpen waren noch am Leben und bekamen nun auch einen Unterschlupf.


Im Oktober dann meldete sich unsere Bekannte wieder bei uns mit der Nachricht, dass der Barbesitzer die Mama und Welpen nun los werden möchte, denn die Saison war ja vorbei. Den Papa wollten sie allerdings behalten. Doch nun war bei Irmi kein Platz, denn inzwischen waren die sieben Zwerge vom Schrotthändler eingezogen. So mussten wir erst einmal abwarten, bis wieder Hunde ausgereist waren.
Als es dann so weit war, hieß es, dass nur die Mama und drei Welpen kommen sollten. Eiin Welpchen, das Probleme mit seinen Hinterbeinchen hatte, war zwischenzeitlich in die Obhut eines deutschen Tierschützers gekommen. Aber es gäbe da noch zwei Welpen von einem Pferdehof, deren Mama vom Auto überfahren worden sei. Also sagten wir zu, auch diese beiden Waisenkinder zu übernehmen, in der Hoffnung, die fehlenden Welpchen später holen zu können.
Hier die Familie bei ihrem Einzug bei Irmi und Durmus am 19. Oktober. Die helle Mama haben wir Nika genannt, ihre Kinder Jakob, Cara und Lillith. Die zwei Waisenkinder bekamen die Namen Max und Clärchen, weil Irmi sagte, sie hocken immer zusammen wie Max und Clärchen.









Die Fellnasen waren natürlich ungeimpft, und als Mäxchen krank wurde, steckte er, außer der Mama, alle anderen an. Max kam für ein paar Tage in die Klinik, die anderen, bei denen es später los ging, wurden von Doc Talat und Irmi wieder gesund gepflegt. Was für ein Virus es war, der sie erwischt hatte, weiß ich nicht, aber Doc Talat meinte, er käme von den Pferden, mit denen Max und Clärchen in Kontakt waren.



Zum Glück wurden alle Hunde wieder gesund, und wir waren erleichtert - bis zum 4. November. An diesem Morgen ging es Jakob auf einmal sehr schlecht, er bekam keine Luft mehr und kippte immer um. Irmi und Durmus sind sofort mit ihm zu Doc Talat gefahren. Leider konnte Jakob nicht geholfen werden und er verstarb noch in der Nacht. Ursache war wohl ein Geburtsfehler, denn bei der anschließenden Obduktion stellte sich heraus, dass Jakobs Rippen falsch gewachsen waren.
Wir alle waren total geschockt über Jakobs Tod, und während ich dies schreibe, fließen schon wieder die Tränen.
Jakob

Gestern nun ist es uns gelungen, dass noch zwei von Nikas Kindern zu Irmi kamen, Henry und Joey. Hier Fotos von der Familienzusammenführung:
Mama Nika auf ihrem Beobachtungsposten:

Henry:

Henry begrüßt ein Geschwisterchen:


Mama Nika begrüßt Joey:





Nun fehlen noch ein Mädchen und der Papa. Wir vermuten, dass mit den beiden weiter Nachwuchs produziert werden soll, um das Geschäft für die nächste Saison anzukurbeln. Wir werden aber dran bleiben und versuchen, auch diese beiden noch in unsere Obhut zu bringen, denn die Hunde will der Barbesitzer zwar behalten, aber füttern tut er sie trotzdem nicht. Der Papa und ein Schäferhund, der ebenfalls dem Barbesitzer "gehört", sind spindeldürr. Auch haben sie dort keinen Unterschlupf, der sie im Winter vor der Kälte schützt. Claudia, die sich um die alte Gianna kümmert, will jetzt öfter dort vorbei fahren, um sie wenigstens mit Futter zu versorgen.
Liebe Grüße
Rita






















