Nela @home
Verfasst: So 19. Feb 2017, 13:01
Hallo liebe Tierfreunde,
ich möchte nun auch mal etwas berichten von unserem neuen Familienmitglied.
Bevor Nela zu uns kam habe ich hier im Forum viele Berichte gelesen von glücklichen Fellnasen die sich prima in ihr neues Leben eingefügt haben. Alles ist toll, der Hund ist prima und alles läuft wie gewünscht.
Nachdem Nela dann bei uns war habe ich vermutet das wir den einzigen Hund haben bei dem es nicht so ist, oder aber wir alles völlig falsch machen würden in der Hundeerziehung.
Die ersten Tage waren von großer Angst geprägt - jedes Auto oder Fahrrad, Kinder auf dem Weg in die Schule, Mülltonnen, Schränke die zuklappen - alles das führte dazu das Nela jedes mal vor Angst zusammenzuckte. Wenn eine Amsel über sie hinwegflog ist sie fast auf meinem Arm gesprungen - die ersten Spaziergänge waren für Hund und Herrchen nicht schön, sondern sehr anstrengend. Danach war sie immer total erledigt (und wir manchmal auch).
Hinzu kam, das sie in den ersten zwei Tagen alle ihre Geschäft ausschließlich im Haus verrichtet hat - auch das ist kein großer spaß.
Auch das Problem mit unserem Besuchskater steht noch ganz oben auf der "to do Liste" genauso wie die Angst vor dem diabolischen Staubsauger abzubauen...
Natürlich war für beide Seiten alles neu - Ihr Menschenfreund Wilfried, Ihre gewohnte Umgebung und alle Ihre Hundekumpels auf einmal nicht mehr da - neue Menschen, neues Haus & Körbchen, neue Umgebung. Viel Neues für einen Hund! Also sind viel Geduld, Konsequenz und zahlreiche Kuscheleinheiten angesagt!
Jetzt nach drei Wochen mir ihr kann ich sagen, das wir in kleinen "Baby Steps" immer mehr vertrauen aufbauen - Vögel, Mülltonnen, Autos & Fahrräder gehören nun zu Ihrem Alltag, das Autofahren mit ihr klappt super (auch wenn sie eine Zeit alleine bleibt ist es kein Problem), und morgends wenn ich die Kinder in die Schule fahre bleibt Nela alleine zu Hause.
Ich muss sagen, das ist schon ein großer Fortschritt!
Im März beginnen wir mit dem Besuch in der Hundeschule, einen Hundetrainer werden wir bereits nächste Woche ins Haus holen und bestimmte Dinge zu klären.
Alles in Allem bereuen wir es nicht, das wir "die Katze im Sack" adoptiert haben - wir würden es wieder tun! Natürlich bedeutet es viel Arbeit & Energie zu investieren, aber ich glaube es lohnt sich!
Leider gibt es auch in Deutschland vielen Menschen und Hundehalter die Vorbehalte gegenüber Straßenhunden haben - so welchen begegnet man öfter beim Spazierengehen. Dann hört man Kommentare wie "da haben sie sich ja was zugemutet....die sind doch alle verstört..." oder "gibt es nicht genug Hunde in deutschen Tierheimen...? Die sind jedenfalls erzogen....!"
Aber auch das muss man aushalten und einfach ausblenden!
Ich hoffe, mein Bericht wirkt nun nicht abschreckend für alle weiteren Interessenten, aber es ist ein Stück Weg.
Wir haben zumindest einen zauberhaften Hund, und ich möchte jeden ermutigen auch mal ein Wagnis einzugehen. Auch Straßenhunde haben eine Chance verdient ein toller Familienhund zu werden!
An dieser Stelle möchte ich auch noch ein dickes "DANKE" an Wilfried und seine treuen Helfer in der Türkei loswerden und natürlich ganz besonders auch an Kerstin Hofer und Rita Bendfeldt, die beide immer ein offenes Ohr für mich und meine Fragen hatten und weiterhin haben (manchmal auch doofe Fragen vielleicht) - dafür das ihr alles ehrenamtlich macht und Euch um die vielen Schicksale kümmert - davon müsste es noch mehr Menschen geben! Vielen Dank!
Neue Fotos & Videos werde ich in Kürze hier einstellen.
Viele Grüße aus Koblenz,
Frauke & Familie
ich möchte nun auch mal etwas berichten von unserem neuen Familienmitglied.
Bevor Nela zu uns kam habe ich hier im Forum viele Berichte gelesen von glücklichen Fellnasen die sich prima in ihr neues Leben eingefügt haben. Alles ist toll, der Hund ist prima und alles läuft wie gewünscht.
Nachdem Nela dann bei uns war habe ich vermutet das wir den einzigen Hund haben bei dem es nicht so ist, oder aber wir alles völlig falsch machen würden in der Hundeerziehung.
Die ersten Tage waren von großer Angst geprägt - jedes Auto oder Fahrrad, Kinder auf dem Weg in die Schule, Mülltonnen, Schränke die zuklappen - alles das führte dazu das Nela jedes mal vor Angst zusammenzuckte. Wenn eine Amsel über sie hinwegflog ist sie fast auf meinem Arm gesprungen - die ersten Spaziergänge waren für Hund und Herrchen nicht schön, sondern sehr anstrengend. Danach war sie immer total erledigt (und wir manchmal auch).
Hinzu kam, das sie in den ersten zwei Tagen alle ihre Geschäft ausschließlich im Haus verrichtet hat - auch das ist kein großer spaß.
Auch das Problem mit unserem Besuchskater steht noch ganz oben auf der "to do Liste" genauso wie die Angst vor dem diabolischen Staubsauger abzubauen...
Natürlich war für beide Seiten alles neu - Ihr Menschenfreund Wilfried, Ihre gewohnte Umgebung und alle Ihre Hundekumpels auf einmal nicht mehr da - neue Menschen, neues Haus & Körbchen, neue Umgebung. Viel Neues für einen Hund! Also sind viel Geduld, Konsequenz und zahlreiche Kuscheleinheiten angesagt!
Jetzt nach drei Wochen mir ihr kann ich sagen, das wir in kleinen "Baby Steps" immer mehr vertrauen aufbauen - Vögel, Mülltonnen, Autos & Fahrräder gehören nun zu Ihrem Alltag, das Autofahren mit ihr klappt super (auch wenn sie eine Zeit alleine bleibt ist es kein Problem), und morgends wenn ich die Kinder in die Schule fahre bleibt Nela alleine zu Hause.
Ich muss sagen, das ist schon ein großer Fortschritt!
Im März beginnen wir mit dem Besuch in der Hundeschule, einen Hundetrainer werden wir bereits nächste Woche ins Haus holen und bestimmte Dinge zu klären.
Alles in Allem bereuen wir es nicht, das wir "die Katze im Sack" adoptiert haben - wir würden es wieder tun! Natürlich bedeutet es viel Arbeit & Energie zu investieren, aber ich glaube es lohnt sich!
Leider gibt es auch in Deutschland vielen Menschen und Hundehalter die Vorbehalte gegenüber Straßenhunden haben - so welchen begegnet man öfter beim Spazierengehen. Dann hört man Kommentare wie "da haben sie sich ja was zugemutet....die sind doch alle verstört..." oder "gibt es nicht genug Hunde in deutschen Tierheimen...? Die sind jedenfalls erzogen....!"
Aber auch das muss man aushalten und einfach ausblenden!
Ich hoffe, mein Bericht wirkt nun nicht abschreckend für alle weiteren Interessenten, aber es ist ein Stück Weg.
Wir haben zumindest einen zauberhaften Hund, und ich möchte jeden ermutigen auch mal ein Wagnis einzugehen. Auch Straßenhunde haben eine Chance verdient ein toller Familienhund zu werden!
An dieser Stelle möchte ich auch noch ein dickes "DANKE" an Wilfried und seine treuen Helfer in der Türkei loswerden und natürlich ganz besonders auch an Kerstin Hofer und Rita Bendfeldt, die beide immer ein offenes Ohr für mich und meine Fragen hatten und weiterhin haben (manchmal auch doofe Fragen vielleicht) - dafür das ihr alles ehrenamtlich macht und Euch um die vielen Schicksale kümmert - davon müsste es noch mehr Menschen geben! Vielen Dank!
Neue Fotos & Videos werde ich in Kürze hier einstellen.
Viele Grüße aus Koblenz,
Frauke & Familie

