Sultan - Ein Freund verlebt seinen letzten Sommer
Verfasst: Di 26. Jul 2016, 13:54
Leider kann ich euch hier draussen nicht nur von schönen Hundeleben berichten. Aber ich habe euch versprochen von den Mäusen in meinem Umfeld zu erzählen und heute gibt es die traurige Geschichte von Sultan.
Ich kenne diesen früher bildhübschen Rüden nun schon seit über 5 Jahren. Als mein Mann und ich in der Pampa unser Haus bauten, lebte er mit einem Rudel von ca. 5-6 Hunden hier draussen. Natürlich habe ich schon damals immer Wasser und Futter für die kleine Meute mitgebracht. Seine Ohren waren schlimm abgeschnitten worden und er war extrem scheu. Er war der einzige Hund dort, denn ich nicht anfassen konnte und er hat ein grundlegendes Misstrauen gegenüber Menschen. Es war damals ein so nettes und liebes Rudel und es schockte mich sehr schwer, als eines Tages alle Hunde (außer Sultan) tot waren. Sie wurden vergiftet und es hat mir fast das Herz gebrochen. Nur Sultan überlebte damals, weil er eben extrem vorsichtig ist, Menschen nicht an sich heran lässt und sein Fressen prinzipiell vorher abschnüffelt. Ein kluger Bursche, aber es zeigt auch, welch schlechte Erfahrungen er schon gemacht hatte.
Er hat einen Platz vor einem Haus an der Zugangsstraße zu uns. Dort hat er 2 neue Freunde (die stelle ich auch noch vor) und bekommt dort Wasser und regelmässig Futter vom Anwohner. Ich habe die kleine Gruppe (und besonders ihn!) immer im Auge behalten. Halte regelmässig dort an und kann ihm zumindest manchmal mal ein Leckerchen aus der lang ausgestreckten Hand geben.
Sultan ist zwischenzeitlich alt geworden. Ich schätze ihn auf mindestens 7-8 Jahre. Für einen leidgeprüften Straßenhund ein hohes Alter. Mittlerweile ist er sehr krank. Offensichtlich hat er Mittelmeerkrankheiten, die nun ausgebrochen sind. Wilfried und ich haben ihn besucht. Leider komme nur ich an ihn heran und das äußerste, was Sultan mir gestattet ist aus ausreichender Entfernung (mit langem Arm) seinen Kopf kurz zu berühren oder eine Hand kurz auf eine seiner Pfoten zu legen. Komme ich näher, mobilisiert er seine letzten Kräfte um zu fliehen. Da Doc Fatih neulich zum kastrieren von Mr. Big bei mir war, haben wir darum gebeten, dass er nach ihm schaut. Wir haben versucht ihm vorher ein Beruhigungsmittel zu geben, aber der kluge Hund nimmt zwar Feuchtfutter ohne Mittel, aber sobald wir etwas untermischen, nimmt er es nicht auf. Selbst mit einem Stück Wildschweinbraten konnten wir nicht zum Ziel kommen...


Doc Fatih konnte sich ihm auch nur bis auf ca. 5 m nähern. Er ist nicht unterernährt, aber seine Nase ist stark verkrustet und seine Augen eitern heftig. Wir sind uns alle einig. Mittelmeerkrankheiten, die sich auch in Gelenkproblemen bemerkbar machen.
Es wird uns nur einmal möglich sein, ihn zu fangen. Indem ich so nah an ihn komme, dass ich eine Leine über seinen Kopf werfen kann und er mit dieser Schlinge gehalten wird. Eine Behandlung ist unter diesen Umständen nicht möglich und dieses Fangen wird hart für den scheuen Sultan. Ihr wisst ja, dass bei den Mittelmeerkrankheiten über Wochen hochdosiert Antibiotik verabreicht werden muss. Ihn für Wochen in einen Käfig zu sperren und ihm täglich den Stress einer Zwangsbehandlung auszusetzen kommt für uns nicht in Frage. Er frisst zur Zeit noch gut, säuft, hat Kontakt zu den anderen Hunden dort und bewegt sich auch noch ein wenig in seinem Umfeld. Solange er dieses bisschen an Lebensqualität noch hat, werden wir sie ihm lassen und müssen den Dingen ihren Lauf lassen. Wenn sich sein Zustand weiter verschlechtert, wird ein Tierarzt kommen, eine Fangaktion erfolgen und wir werden ihn dann erlösen...
Es ist eine traurige Geschichte ohne Happy End. Aber wir können ihm nicht helfen ohne ihn permanent zu quälen und das möchten wir dieser geschundenen Seele in seinem Alter auf keinen Fall mehr antun. Sultan erlebt seinen letzten Sommer und wir versuchen ihm mit ein paar Leckereien zumindest noch etwas Gutes tun zu können. Doch der Tag ist nicht mehr fern, da er noch einmal schreckliche Angst wird durchleben müssen, um dann hoffentlich im Regenbogenland glücklich existieren zu dürfen. Mir wird es das Herz brechen, wenn wir ihn auf diese Reise schicken werden!
Ich kenne diesen früher bildhübschen Rüden nun schon seit über 5 Jahren. Als mein Mann und ich in der Pampa unser Haus bauten, lebte er mit einem Rudel von ca. 5-6 Hunden hier draussen. Natürlich habe ich schon damals immer Wasser und Futter für die kleine Meute mitgebracht. Seine Ohren waren schlimm abgeschnitten worden und er war extrem scheu. Er war der einzige Hund dort, denn ich nicht anfassen konnte und er hat ein grundlegendes Misstrauen gegenüber Menschen. Es war damals ein so nettes und liebes Rudel und es schockte mich sehr schwer, als eines Tages alle Hunde (außer Sultan) tot waren. Sie wurden vergiftet und es hat mir fast das Herz gebrochen. Nur Sultan überlebte damals, weil er eben extrem vorsichtig ist, Menschen nicht an sich heran lässt und sein Fressen prinzipiell vorher abschnüffelt. Ein kluger Bursche, aber es zeigt auch, welch schlechte Erfahrungen er schon gemacht hatte.
Er hat einen Platz vor einem Haus an der Zugangsstraße zu uns. Dort hat er 2 neue Freunde (die stelle ich auch noch vor) und bekommt dort Wasser und regelmässig Futter vom Anwohner. Ich habe die kleine Gruppe (und besonders ihn!) immer im Auge behalten. Halte regelmässig dort an und kann ihm zumindest manchmal mal ein Leckerchen aus der lang ausgestreckten Hand geben.
Sultan ist zwischenzeitlich alt geworden. Ich schätze ihn auf mindestens 7-8 Jahre. Für einen leidgeprüften Straßenhund ein hohes Alter. Mittlerweile ist er sehr krank. Offensichtlich hat er Mittelmeerkrankheiten, die nun ausgebrochen sind. Wilfried und ich haben ihn besucht. Leider komme nur ich an ihn heran und das äußerste, was Sultan mir gestattet ist aus ausreichender Entfernung (mit langem Arm) seinen Kopf kurz zu berühren oder eine Hand kurz auf eine seiner Pfoten zu legen. Komme ich näher, mobilisiert er seine letzten Kräfte um zu fliehen. Da Doc Fatih neulich zum kastrieren von Mr. Big bei mir war, haben wir darum gebeten, dass er nach ihm schaut. Wir haben versucht ihm vorher ein Beruhigungsmittel zu geben, aber der kluge Hund nimmt zwar Feuchtfutter ohne Mittel, aber sobald wir etwas untermischen, nimmt er es nicht auf. Selbst mit einem Stück Wildschweinbraten konnten wir nicht zum Ziel kommen...


Doc Fatih konnte sich ihm auch nur bis auf ca. 5 m nähern. Er ist nicht unterernährt, aber seine Nase ist stark verkrustet und seine Augen eitern heftig. Wir sind uns alle einig. Mittelmeerkrankheiten, die sich auch in Gelenkproblemen bemerkbar machen.
Es wird uns nur einmal möglich sein, ihn zu fangen. Indem ich so nah an ihn komme, dass ich eine Leine über seinen Kopf werfen kann und er mit dieser Schlinge gehalten wird. Eine Behandlung ist unter diesen Umständen nicht möglich und dieses Fangen wird hart für den scheuen Sultan. Ihr wisst ja, dass bei den Mittelmeerkrankheiten über Wochen hochdosiert Antibiotik verabreicht werden muss. Ihn für Wochen in einen Käfig zu sperren und ihm täglich den Stress einer Zwangsbehandlung auszusetzen kommt für uns nicht in Frage. Er frisst zur Zeit noch gut, säuft, hat Kontakt zu den anderen Hunden dort und bewegt sich auch noch ein wenig in seinem Umfeld. Solange er dieses bisschen an Lebensqualität noch hat, werden wir sie ihm lassen und müssen den Dingen ihren Lauf lassen. Wenn sich sein Zustand weiter verschlechtert, wird ein Tierarzt kommen, eine Fangaktion erfolgen und wir werden ihn dann erlösen...
Es ist eine traurige Geschichte ohne Happy End. Aber wir können ihm nicht helfen ohne ihn permanent zu quälen und das möchten wir dieser geschundenen Seele in seinem Alter auf keinen Fall mehr antun. Sultan erlebt seinen letzten Sommer und wir versuchen ihm mit ein paar Leckereien zumindest noch etwas Gutes tun zu können. Doch der Tag ist nicht mehr fern, da er noch einmal schreckliche Angst wird durchleben müssen, um dann hoffentlich im Regenbogenland glücklich existieren zu dürfen. Mir wird es das Herz brechen, wenn wir ihn auf diese Reise schicken werden!
