Und wieder hat Kirsten sehr begeistert von ihrem neuen Familienmitglied Malina geschrieben und
die Fotos vom ersten Spaziergang über Norddeutschlands saftige Wiesen geschickt.
Weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Sie ist doch erst zwei Tage hier, scheint aber schon kompett zuhause angekommen zu sein. Geht die Gartenpforte oder die Haustür, wird schon mal gefährlich geknurrt und einmal angeschlagen. Sagt man „ ist gut“, wedelt sie mit dem Schwanz und alles ist in Ordnung.
Dieser Hund ist einfach nur zauberhaft und toll, ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus…
Für wichtige Geschäfte aller Art hat sie sich die hintere linke Ecke im Garten ausgesucht, inzwischen hab ich auch schon zwei tolle Häufchen weggemacht. J
Woher kann sie das???
Keine Tretminen, kein nach unten gesenkter Blick, wenn man durch den Garten geht. Ich hab ja schon gehört, daß man Hunden beibringen kann, eine bestimmte Ecke zu nutzen, aber daß sie es von selbst machen? Abby war da völlig schambefreit, die hat überall hingemacht, wo sie gerade ging und stand. Ich bin echt perplex.
Martin mußte heute arbeiten, Quentin war bei seiner Freundin und ich mußte einkaufen. Als ich losfuhr, sah Malina mir alles andere als begeistert und ein bisschen fiepsend durch die Scheibe in der Tür nach, da dachte ich schon oh oh…
Hab dann hurtigst das Nötigste in den Einkaufswagen geschmissen und ab mit mulmigem Gefühl nach Hause. Als ich wiederkam, lag ein zufriedener Hund in seinem Bettchen und klopfte zur Begrüßung begeistert mit dem Schwanz das Kissen aus.
Weil sie so toll ist, hab ich ihr daraufhin aus lauter Dankbarkeit erst mal Leberwurstleckerlis gebacken, die scheinen ebenfalls toll zu sein. J
Heut nachmittag waren wir in den Travewiesen. Ich hatte sie an der Schleppleine, und es war total entspannt. Sie blieb von ganz alleine in meinem Dunstkreis, so daß die Leine fast immer durchhing. Einmal mußte ich sie von einem Wühlmausloch wegüberreden, da der Krater, den sie gebuddelt hat, doch schon ziemlich groß war (das mag der Bauer Walter nicht so gerne auf seinen Koppeln… J), aber auch das war kein großes Problem.
Andere Hunde wurden der Form halber angeknurrt und ein bisschen verbellt, aber das kriegen wir schon.
Eigentlich wollte ich mit ihr baden, aber die Wiese, wo man seicht ins Wasser kann, war noch nicht gemäht. Und da ich wegen meiner Zeckenphobie nicht durchs hohe Gras gehen mag, mußte das Travebad heute leider ausfallen. Aber wie du ja den Fotos entnehmen kannst, nahm unsere kleine Badefee anschließend zuhause noch ein gemütliches Bad.
Ach ja… die Gute klaut nicht nur Schuhe, sie verbuddelt im Garten auch Geschenke, die sie nicht ganz schafft, wie zum Beispiel angenagte Kauknochen.
Hab ich aber ein klein bisschen geschimpft und wieder ausgebuddelt. J J
Noch einmal: Ich bin einfach nur unendlich dankbar für diesen wunderbaren Hund (dabei wollte ich wirklich niiiie wieder einen…).
Nun liegt sie hier wieder in ihrem Bettchen und schnurchelt vor sich hin. Ab und zu guckt sie mal kurz hoch, dann wird tief geseufzt und weitergepennt.
Einfach nur DANKE!
Kirsten
