der plötzliche Notfall des kleinen Max bei Wilfried machte eine sofortige Fahrt zu Tierarzt Borak Pelenk nach Avsallar nötig. Mit an Bord diesmal auch Snow, da mir auffiel das sie häufig vorne lahmt.
Notfall Max:
Wilfried erschrak total als er feststellte, dass Max urplötzlich nicht mehr auf die Beine kam. Der niedliche kleine Rüde schafft es nicht sich aufzustellen und kann nur noch über den Boden robben. Dementsprechend kann er sich auch nur in dieser Lage lösen und sofort wurde Borak der Notfall angekündigt.
Der liebe Kerl wurde eingehend untersucht. Vorsorglich wurde geprüft ob ein Schlaganfall oder eine sonstige Problematik vorliegen könnte. Die Reflexe der Extremitäten sind gut, aber dennoch kann er sich hinten nicht aufrichten. Nun ging es ans Röntgen. Dabei wurden mehrere Aufnahmen gemacht. Da man auf einem Röntgenbild die Bandscheiben nicht sehen kann, wurden die Abstände der einzelnen Wirbel gemessen. Wir können froh sein, dass Borak ein derart versierter Tierarzt ist. Diese Art der Messung ist recht schwierig und erfordert einige Erfahrung, da hierbei die Krümmung der Wirbelsäule und der Aufnahmewinkel vom Zentrum der Aufnahme berücksichtigt werden muss. Hierbei konnte Borak feststellen, dass am Ende der Rippenbögen zwischen 2 Wirbeln eine sichtbare Verengung vorliegt. Das bedeutet, dass die Bandscheibe dort gequetscht wurde und aktuell ein Nerv blockiert ist. Da uns in unserer Region leider kein CT zur Verfügung steht kann nun nicht erkannt werden, inwieweit (und wohin) der Bandscheibenkern ausgetreten seien kann. Dementsprechend besteht hier auch keine Möglichkeit operativ einzugreifen, zumal Max mit seinen 10 Jahren leider auch kein Jungspund mehr ist.
Es wurde Kortison gespritzt und für die nächste Zeit auch verordnet.
Leider bleibt nun nichts anderes übrig als abzuwarten. Borak klärte auf, dass er keine andere Behandlungsmöglichkeit sieht und wir hoffen müssen, dass das Kortison die Entzündung an dieser Stelle bekämpft und zeitgleich die Schmerzen dämpft. Wenn die Entzündung zurück geht wird sich zeigen, ob der Nerv wieder frei und Max dadurch wieder auf die Beine kommt. Eine Besserung sollte in diesem Fall in den nächsten 14 Tagen eintreten. Sollte der Nerv jedoch dauerhaft gequetscht bleiben ist die Diagnose für Max leider katastrophal und in Ermangelung jeglicher Behandlungsmöglichkeiten stünde dann eine Erlösung an. Also bitte alle beten, dass Max es schafft!










Snow
Die weiße Schönheit hat ebenfalls eine unschöne Diagnose erhalten. Mir fiel bei den Spaziergängen wiederholt auf, dass die Hündin vorne lahmt und so wurde das große Mädchen untersucht und geröntgt. Das erste was wiedereinmal auf den Röntgenbildern ins Auge fiel, waren zahlreiche Schrotkugeln. Snow muss in der Vergangenheit einen direkten Schuss abbekommen haben. Zusätzlich konnte auf einem Bild sogar eine Pistolenkugel direkt vor dem rechten Kniegelenk ausgemacht werden. Die häufigen Schusswunden bei unseren Straßentieren machen uns immer wütend und man fragt sich, was die Tiere alles schon mitmachen mussten.
Das erstaunliche bei Snow ist jedoch, dass ihr rechtes Knie trotz des großen Kalibers keinerlei Schaden genommen hat und sogar sehr gut aussieht. Demgegenüber steht leider das linke Knie. Wie ihr auf dem entsprechenden Röntgenbild sehen könnt, hat sie dort eine schwere Athrose. Borak diagnostiziert hier eine genbedingte FMCP (=Fragmentierter Processus coronoideus medialis). Das heißt, das sich die dem Gelenk spurgebende Knochenspitze nicht vernünftig mit dem Beugeknorren verbunden hat und dadurch diese mittlerweile irreparable Arthrose gebildet hat. Wir können Snow aktuell nur mit Schmerzmitteln helfen. Sollte sie jedoch dadurch keine ausreichende Linderung erhalten und weiterhin lahmen, bleibt nur die Möglichkeit das Kniegelenk vollständig zu versteifen. Dadurch hätte die sanfte Hündin zwar ein steifes Bein, könnte aber zumindest schmerzfrei leben. Da Snow eigentlich zur Ausreise bereit wäre, können wir nur hoffen, dass es etwaige Interessenten nicht vollkommen abschreckt. Snow ist nämlich eine wunderbare und ruhige Hündin. Sie hat einen folgsamen-lieben Charakter, verträgt sich gut mit allen Artgenossen, besitzt keinen Jagdtrieb und ist wirklich schneeweiß. Hier trügen die aktuellen Fotos etwas. Es hatte bei uns geregnet, die rote Erde hier und das Wetter lassen sie auf den Bildern aktuell beige erscheinen.
Also leider insgesamt keine guten Nachrichten. Unsere größte Sorge gilt natürlich dem lieben Max. Natürlich werden wir weiter berichten.












Bedrückte Grüße aus Antalya
Elke