Die ersten Wochen mit Leni – und was wir mit ihr alles neu entdecken durften… es ist, als ob man die Welt um sich herum nochmals neu kennenlernt.
Als besonders schönes Erlebnis habe ich ihre ersten (nehme ich ihrem Verhalten entsprechend zumindest an…) Begegnungen mit Pfützen in Erinnerung:
Leni und die Pfütze – Klappe die Erste:
Wir gehen spazieren und es regnet in Strömen…. Leni trabt trotz des Wetters unbekümmert ihres Weges, die Schleppleine lose zwischen uns. BlubberBlubberBlubberBlubber….Leni stoppt abprupt und sprintet zurück – Verwirrung, was war denn das??? Komisch Stille, muss mich wohl geirrt haben, also fröhlich weitertraben….BlubberBlubberBlubberBlubber – das kann doch nicht sein, warum kommt dieses Geräusch immer dann, wenn ich nicht hingucke??? … Den Kopf schieflegen, abwarten…Nix…vielleicht mal vorsichtig in die Pfütze reinlaufen… nein, lieber doch nicht, die Füße könnten ja nass werden (was sie zu diesem Zeitpunkt dank des Dauerregens übrigens längst waren…), also doch wieder weitertraben…und das Blubbern einfach ignorieren - ich glaube, sie hat bis heute nicht verstanden dass die Schleppleine das Blubbern verursacht hatte…
Leni und die Pfütze – Klappe die Zweite:
Wir sind wieder einmal auf dem Spaziergang, die Schleppleine verbindet uns. Das Blubbergeräusch wird nach wie vor ignoriert, vermutlich kann man einfach nicht zugeben, das man dem Geheimnis nicht auf die Spur kommt. Aber man könnte ja mal ganz zufällig einen Richtungswechsel Richtung Pfütze einschlagen und einen Blick reinwerfen…Oh, was ist den das….schwimmende Halbkreise…die schmecken bestimmt suuuuuuuper – und los ging die Jagd nach den Wasserblasen….komisch irgendwie hat man da immer nur sehr wenig bis eigentlich gar nichts im Maul…das will einer mal verstehen – also ert mal wieder Kopf schieflegen und beobachten….
Leni und die Pfütze – Klappe die Dritte:
Es ist früh am Morgen, wir drehen unsere erste Gassirunde. Puh, es ist so kalt, Bodenfrost. Auch die pfützen sind zugefroren. Leni trabt noch im Halbschlaf wie jeden morgen ganz friedlich neben mir her. Plötzlich knack – huch was war denn das? Der Boden bricht weg!?!? Oh, was einbricht, kann man bestimmt fressen – so ein Mist, das schmeckt ja auch wieder nach nichts, bzw. da hat man wieder nicht viel im Maul…. Sie hat tatsächlich versucht, die dünne Eisdecke abzuknabbern…
Leni und die Pfütze – Klappe die Vierte:
Neuer Spaziergang – neue Pfütze…. Mittlerweile gibt es keinen Bodefrost mehr, die Schleppleine wird elegant um die Pfütze herumgeführt, keine Blubber und keine Blasen mehr… dafür könnte man ja die Pfütze mal näher untersuchen – bisher hat sie ja schließlich noch nicht zurück gebissen. Gedacht, getan… Die Nase wird bis auf den Grund reingesteckt – mal schnüffeln was es da so gibt….Uuuuuuuuuiiiiiiiiiiiiiiii, Wasser in der Nase, das muss schnellstens wieder raus…. Toll ich kann selber Blasen machen - das macht Spaß!!!! Leni steht tasächlich in der Pfütze und bläst Luft durch die Nase und blubbert….wir können kaum noch vor Lachen…
Mittlerweile kennt sie die Pfützen schon recht gut und Lenchen hat sich auf ein Ritual eingeschossen:
Leni und die Pfütze – Klappe die Letzte:
Ui eine Pfütze. Vorsichtig an den Rand treten (ich weiß immer noch nicht, ob sie manchmal einfach keine Lust auf nasse Füße hat oder diese nur in Kauf nimmt, wenn es sich zu lohnen scheint oder ob sie Angst hat, dass die Pfütze zu tief ist und sie darin ertrinken könnte….), gaaaaaaaaaaaaaaaaanz genau schauen ob sich was erkennen lässt. Nein, also Bogen um die Pfütze, weitergehen. / Ja – Nase gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz tief rein und mit Vorliebe die „schnodderigsten“ Grashalme rausziehen, die man im Pfützenschlamm so finden kann….
Leider hatte ich natürlich in diesen besonderen Momenten die Kamera nicht griffbereit oder vor lauter Faszination nicht ans Fotografieren gedacht… Sie ist einfach zu goldig, wenn sie mit ihrer gekrausten Stirn so dasteht…. Alle späteren Wiederholungsversuche endeten mit dem Vorführeffekt – es war einfach nicht so, wie ohne Kamera….
Anbei trotzdem ein paar "Wasserbilder" und mal wieder der Versuch, ein Video einzustellen… irgendwann muss es ja mal klappen….
Liebe Grüße,
Tanja





